Yoga und das Verdauungssystem

Wenn man die Nahrung nicht gut verdauen kann, dann kann man auch den Körper nicht ernähren.

Der Verdauungskanal erstreckt sich vom Mund zum Anus. Wenn man Nahrung zu sich nimmt und sie zerkaut, tritt sofort Speichel aus den drei großen Speicheldrüsenpaaren aus und vermischt sich mit der zerkauten Nahrung. Hier beginnt bereits die Vorverdauung. Die nassen und weichen Nahrungsteilchen gelangen durch die Speiseröhre in den Magen. Dort werden Magensäfte aus der Magenwand ausgeschieden und mit dem Nahrungsbrei vermischt. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Salzsäure und das Enzym Pepsin, das die Eiweißverdauung ermöglicht. Die Magenschleimhaut bildet eine Vorstufe des Vitamins B12. Die Salzsäure zerstört in der Nahrung vorkommende Keime und gleicht den Säuren-Basenhaushalt aus.

Nachdem der Verdauungsvorgang im Magen beendet ist, tritt der Nahrungsbrei durch den Pförtner in den ca. sechs Meter langen Dünndarm und anschließend in den ca. 1,20 Meter langen Dickdarm. Der Dünndarmsaft, der Gallensaft und der Pankreassaft (Bauchspeicheldrüsensaft enthält verschiedene Verdauungsenzyme) verdauen Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette und machen die vorverdauten Nahrungsreste wasserlöslich und für das Blut aufnahmefähig. Die Bauchspeicheldrüse ist für die Herstellung von Insulin und Glukagon zuständig. Von den verdauten Bestandteilen wird ein Teil über die Darmschleimhäute via Pfortadersystem der Leber, die als Zentrallaboratorium dient, zugeführt. In der Leber wird Galle gebildet. Mit Hilfe der Galle wird Fett für die Verdauung wasserlöslich gemacht. Aufgenommene Nährstoffe werden in der Leber auf-, um- und abgebaut oder gespeichert. Die Leber entgiftet z. B. Alkohol und Medikamente. Der Rest der Nahrung, der nicht verwertet werden kann gelangt in den Dickdarm. Die Funktion des Dickdarmes besteht darin, die Abfallprodukte zu entwässern. Am Ende werden die festen Abfallprodukte als Stuhlgang und die flüssigen als Urin und Schweiß ausgeschieden.

Die asanas und pranayama-Übungen haben einen sehr großen Einfluß auf das Verdauungssystem.

Das Üben der asanas gibt dem Verdauungssystem Harmonie und der Verdauungskanal wird gereinigt und gekräftigt. Alle Körperteile, die direkt oder indirekt mit der Verdauung verbunden sind, werden durch die asanas stark, flexibel, gesund und perfekt.

 

(Aus unserem Yogalehrbuch "Yogamrita" von Yogi Paramapadma Dhiranandaji)

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