Portrait des indischen Yogi Paramapadma Dhirananda

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Paramapadma Dhiranandaji von Beruf Yogalehrer und Astrologe, wurde 1937 als Samir Kumar Ghosh in Kalkutta, Indien, geboren. Schon seit frühester Kindheit wurde er mit der klassischen Form des Yoga vertraut gemacht. Unter der geistigen Führung von zwei sehr weisen Yogis und durch eine fünfjährige Ausbildung zum klassischen Yogalehrer, erarbeitete er sich ein fundiertes Wissen über den klassischen Yoga.

1959 wurde Dhiranandaji von Swami Hariharanandaji im Puri Ashram in die ursprüngliche Technik des Kriya-Yoga, nach der Lehre von Babaji und seiner traditionellen Nachfolge (Lahiri Mahasaya, Sri Yukteswarji und Paramahansa Yoganandaji) eingeweiht und vollendete ebenso unter der Führung seines Lehrers Swami Hariharanandaji schnell die höheren Kriya-Stufen. 1977 erhielt Dhiranandaji den Auftrag, als autorisierter Lehrer den Kriya-Yoga im Westen zu lehren. Mehr als 34 Jahren leitete er regelmäßig verschiedene Kriya-Yoga-Seminare in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz.

1982 erreichte er den Zustand des Nirvikalpa-Samadhi, dem Ziel des Yoga-Weges. Seit 1986 bildete er Schüler zu klassischen Yoga-Lehrern (Astanga-Yoga) aus. Von 9 Lehrgängen (6 davon in Deutschland) sind bisher über 200 Yogalehrer und Yogalehrerinnen von Dhiranandaji ausgebildet worden.

Am 1.4.2011 hat Paramapadma Dhiranandaji seinen grobstofflichen Körper verlassen und ist in Mahasamadhi eingegangen.

Paramapadma Dhiranandaji hat bis zum Ende seines irdischen Lebens seinen Schülerinnen und Schülern geholfen, viel von ihrem Karma zu verbrennen und hat es auf seinen Körper genommen. Trotz seiner daraus entstandenen Krankheit hatte er noch 5 Tage vor seinem Mahasamadhi ein Kriya-Yoga-Seminar geleitet und noch bis eine Stunde vor dem bewussten Verlassen seines Körpers Schüler und Schülerinnen telefonisch beraten. 34 Jahre lang hat er den Kriya-Yoga in Europa gelehrt und über 30'000 Schülerinnen und Schüler in den Kriya-Yoga eingeweiht.

Eine grosse Seele (Mahatma) hat uns verlassen ! Obwohl er uns versprochen hat, immer für uns da zu sein, wird er uns sehr fehlen. Er hat uns gelehrt, jeden Moment Einheit mit Atma (der individuelle göttlichen Seele) zu spüren und zu leben. Dies ist Kriya-Yoga und dies hat uns Paramapadma Dhiranandaji in jedem Moment vorgelebt. Jedes erleuchtete Wesen ist als kosmisches Bewusstsein in jedem Menschen anwesend. Auch wenn Paramapadma Dhiranandaji den grobstofflichen Körper verlassen hat, werden wir ewig mit ihm verbunden sein.

Eine der Hauptbotschaften von Paramapadma Dhiranandaji war: "Ihr müsst lernen zu akzeptieren." Im Annehmen verbirgt sich Nicht-Verhaftung. Flexibilität ist eine spirituelle Grösse. Auf dem spirituellen Weg sind zwei weitere Dinge wichtig, welche einerseits von Rishi Patanjali in den Yogasutren aber auch von Sri Krishna in der Bhagavadgita erwähnt wurden:
abhyasa (regelmässige Übung) und vairagya (Losgelöstheit, Nichtanhaftung).
Paramapadma Dhiranandaji hat oft gesagt, Kriya-Yoga ist wie rudern im Nebel. Einfach rudern und rudern - irgend einmal erreichen wir das göttliche Ufer.

Lasst uns Dhiranandaji's Lebenswerk folgen, indem wir seine Botschaft des Kriya-Yoga in die Praxis umsetzen (ein Gramm Praxis ist besser als Tonnen von Theorie).

 

Paramapadma Dhiranandaji hat folgende Nachfolger bestimmt:

Kriya-Yoga-Nachfolgerin:
Kripanandamoyima (Barbara Glauser-Rheingold)

ein Portrait ist auf ihrer Homepage www.kriya.ch zu finden

Autorisierter Ausbilder für Yogalehrer in Mannheim: 
Yogacarya Premananda (Ralf Waldkirch)

 

Die Traditionslinie des Klassischen Hatha Yoga

Paramapadma Dhiranandaji, der Gründer unserer Ausbildungslinie, lehrt Kriya Yoga und den klassischen Astanga Yoga. Seine Schüler, folgen dem gleichen Weg. Das heißt, Sie erlernen den authentischen klassischen Yoga, wie er durch die Jahrhunderte in Indien praktiziert wurde. Sie erlernen Yoga nicht einfach nur als körperliche Aktivität oder Entspannungstechnik, sondern als Weg zur bewussten Einheit von Körper, Geist und Seele, als Weg zu wahrem Glück und innerem Frieden.

Diese Ausbildung gibt ein stabiles Fundament, auf dem die Teilnehmer Ihre Tätigkeit als Yogalehrer/in aufbauen können.

Paramapadma Dhiranandaji lehrt den traditionellen Yoga, der sich nicht nur am Körper orientiert, sondern die Einheit zwischen Körper, Geist und Seele (atma) anstrebt.

Unsere Ausbildung steht im spirituellen Rahmen der Guru-Parampara (Lehrer-Schüler Nachfolge, Traditionslinie) der Kriya-Yoga-Lehrer:

Babaji - Lahiri Mahasaya - Sri Yukteswarji - Paramahansa Hariharanandaji - Paramapadma Dhiranandaji

Dhiranandaji ist ein Großneffe von Paramahansa Yogananda, der auch als direkter Schüler von Sri Yukteswarji der Kriya-Yoga Traditionsnachfolge angehört.

Paramapadma Dhiranandaji wurde 1937 als Samir Kumar Ghosh in Kalkutta, Indien, geboren.

Paramapadma Dhiranandaji kam schon in seiner frühen Kindheit mit Yoga in Kontakt, die ersten Yoga-Übungen erlernte er von seinem Vater.

Hintergrund der Traditionsnachfolge der Ausbildung

Mit 14 Jahren lernte Dhiranandaji den damals 70-jährigen homöopathischen Arzt Anathnath Banerjee von Kalkutta kennen, welcher auch ein sehr weiser Philosoph und Yoga-Meister war. Während sechs Jahren suchte Dhiranandaji ihn jeweils in seiner Freizeit auf und hatte die Gelegenheit, direkt von ihm in Yoga unterwiesen zu werden.

Dhiranandaji wurde durch diese Kontakte derart inspiriert, dass er parallel dazu eine fünfjährige Yogalehrer-Ausbildung in Kalkutta absolvierte (siehe weiter unten). Die Yogalehrer-Ausbildung war aber eher formell und beeindruckte Dhiranandaji weit weniger, als die Direktunterweisung von Anathnath Banerjee, zumal an der Ausbildungsschule auch eher 'Gymnastik'-Yoga unterrichtet wurde.

Yogalehrer-Ausbildung (3 Jahre) in Kalkutta ca. 1952 - 1955 bei:

Radhakanto Nandi (Schulungsleiter)

Zugezogene Referenten:

Nilmomi Das *) (hatte zu dieser Zeit eine eigene Ausbildungsschule, es existiert auch ein Buch in Englisch von Nilmoni Das)

Nirodha Sarkar *)

*) Beide waren Schüler von Bishnu Charan Ghosh (dem Bruder von Paramahansa Yoganandaji).

Anschliessend (1955 -1957) 2-jährige Yogatherapie-Ausbildung ebenfalls bei:

Radhakanto Nandi (Schulungsleiter)

Hauptreferent: Phani Bhusan Acarya

Kurz nachdem Anathnath Banerjee gestorben war, lernte Dhiranandaji (mittlerweile 20 Jahre alt) zufällig auf dem Markt einen anderen homöopathischen Arzt, den damals 62-jährigen Taraknath Mukherjee von Kalkutta kennen. Auch er war ein sehr weiser Philosoph und Yoga-Meister. Während zweier Jahre (bis 1959) unterwies er Dhiranandaji in seiner Freizeit direkt. Als Taraknath Mukherjee nach Benares umzog, wollte er gar Dhiranandaji die Praxis übergeben. Dhiranandaji lehnte dies aber ab.

1959 wurde Paramapadma Dhiranandaji im Puri Ashram von Paramahansa Hariharananda Giri in die ursprüngliche Technik des Kriya Yoga eingeweiht – nach der Lehre von Babaji und seiner traditionellen Nachfolge (Lahiri Mahasaya, Sri Yukteswarji, Paramahansa Yoganandaji und Paramahansa Hariharanandaji). Paramapadma Dhiranandaji vollendete unter der Führung seines Lehrers schnell die höheren Kriya Stufen.

1977 erhielt Paramapadma Dhiranandaji den Auftrag, als autorisierter Lehrer den Kriya-Yoga in Europa zu lehren.

Er leitetete regelmäßig Kriya Yoga Seminare in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

1982 erreichte er das Ziel des Yoga, den Zustand des Nirbikalpa Samadhi.

Dhiranandaji hatte lange Zeit nach einem geeigneten Yoga-Buch gesucht, das alle Aspekte des Yoga umfasst. Da er nicht fündig geworden war, begann er an seinem eigenen Yogabuch zu arbeiten, das er nach und nach vervollständigte und nach 18 Jahren fertig stellen konnte. Sein Buch 'Yogamrita - Die Essenz des Yoga' wird auch während der Yogalehrer-Ausbildung verwendet.

Auch mit dem Ausbildungskonzept der meisten Yogalehrer-Ausbildungen in Indien war Dhiranandaji nicht zufrieden. So führte er die Führung von Yoga-Lektionen durch die Teilnehmer mit anschließender Besprechung (Supervision) in seiner Yogalehrer-Ausbildung ein.

Gewisse Aspekte von Dhiranandaji's Ausbildung stammen von den beiden Weisen Anathnath Banerjee und Taraknath Mukherjee wie z.B.:

  • Konzentration auf verschiedene Körperteile während der Übungen. Dies verstärkt die Wirkung der Übungen.
  • Jede Bewegung während der Übungen mit atma (dem Selbst) spüren (wie dies auch Kriya-Yoga lehrt): Yoga mit Yoga (Einheit) praktizieren.
  • Aufteilung der asanas (Körperübungen) auf verschiedene Runden (z.B. 3 Runden) (Dies wurde aber auch in der Ausbildungsschule von Radhakanto Nandi so gelehrt.)

 

Zum Download:

pdf.gif In Gedenken an Paramapadma Dhiranandaji